Konrad Duden: Der Mann hinter dem gelben Wörterbuch

Konrad Duden, geboren im Jahr 1829, war nicht nur Sprachgenie, sondern auch ein humorvoller Zeitgenosse. In der Biografie von Konrad Duden wird berichtet, dass ein Justizrat glaubte, sich mit dem Meister messen zu können, und sich seiner Sprachkenntnisse brüstete. Konrad Duden stichelte, er sei sich nicht sicher, ob der Herr der deutschen Sprache wirklich mächtig sei. Sein Gegenüber protestierte und Konrad Duden fragte ihn, ob er einen korrekten Satz wisse, der mit sechsmal die hintereinander beginne. Natürlich hielt der Justizrat einen solchen Satz für völlig unmöglich und ging eine Wette um 50 Flaschen Wein ein. Konrad Duden legte los: Die, die die, die die Dietriche erfunden haben, verdammen, tun unrecht. Angesichts seines fulminanten Triumphes lud er die Gesellschaft ein, den gewonnenen edlen Tropfen gemeinschaftlich zu geniessen.

Konrad Duden startete als Hauslehrer in Frankfurt und Genua, bevor er als Gymnasialdirektor in Schleiz landete. Um den Schülern das Lernen zu erleichtern und den Unterricht effektiver zu gestalten, änderte Konrad Duden die Lehrpläne. So wurden die Fächer Schönschreiben und Tonlesekunst abgeschafft. Hingegen wurden musische Fächer wie Singen und Zeichenunterricht und ebenso Turnen gefördert. Neben seinen pädagogischen Erfolgen war er ein guter Unterhalter, sein rheinischer Humor war ebenso geschätzt wie seine witzigen Ansprachen zu unterschiedlichen Gelegenheiten.

1880 erschien sein bahnbrechendes Werk: das «Vollständige Orthographische Wörterbuch der deutschen Sprache». Dieses Büchlein legte den Grundstein für die einheitliche deutsche Rechtschreibung und machte Duden unsterblich. Sein Vermächtnis lebt bis heute in jedem gelben Wörterbuch weiter!

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Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Lachgesicht

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